Das menschliche Konzept von Kommunikation ist ein ungemein weites Feld, das längst nicht zur Gänze erforscht ist und es wohl auch niemals sein wird, da sich menschliche Kommunikation ständig verändert und erneuert. Manche Ansätze und Theorien und Erklärungsmodelle haben sich etabliert und sind akademisch genau untersucht und erforscht worden. Ergebnisse dazu liegen vor, man kann ausgehend davon fundierte Schlüsse ziehen. Andere Erklärungsmodelle und Ansätze bleiben unscharf und lassen sich nur schwer oder gar nicht wissenschaftlich begründen oder nachweisen. Manche bleiben auf halber Strecke mitten in der Luft hängen in einer Art Schwebezustand zwischen Erwiesenem und Angenommenem. Das soll jedoch keine wertende Kritik sein. Erforschung und Entwicklung von Theorien zur menschlichen Kommunikation finden innerhalb und außerhalb akademischer Strukturen statt.

Wichtig ist, zu wissen, worauf man sich einlässt, wenn man sich mit Theorien oder Therapien beschäftigt. Es gibt zahlreiche Seminare, die auf das Selbstbewusstsein und das Stärken der eigenen Kommunikationsfähigkeit ausgerichtet sind. Ihre Wirkung mag in der Subjektiven Wahrnehmung durchaus recht erfolgreich sein, ohne dass dafür eine wissenschaftliche Erklärung vorliegt. Dem Teilnehmer, der von solche Seminaren profitiert hat und für ihn wertvolle Erkenntnisse gewonnen hat, wird es gleich sein. Als ein Beispiel sei hier das NLP herausgegriffen, das Neurolinguistische Programmieren. Hierbei wird davon ausgegangen, dass menschliche Kommunikation dem Reiz-Reaktion-Schema unterworfen ist und dass man es erlernen kann, sich selbst neu zu „programmieren“, indem man diese Schemata und Mechanismen der Kommunikation beziehungsweise der eigenen Wahrnehmung erkennt, studiert und versteht. Zwar basiert dieses Modell auf durchaus fundierten wissenschaftlichen Theorien, beziehungsweise dem Studium therapeutischer Strategien sowie Erkenntnissen der Linguistik, dennoch wird das NLP derzeit überwiegend außerhalb des akademischen Studiums weiterentwickelt, und das recht konsequent seit seiner Entstehung in den Anfängen der 70er Jahre. Das NLP behauptet nicht von sich, eine Wissenschaft zu sein. Das Feedback, das man von NLP-Seminaren zu hören bekommt, ist überwiegend positiv. Es zielt darauf ab, gewisse Fähigkeiten zu erlernen, die nachweislich das Kommunikationsvermögen erhöhen, indem man sich beispielsweise die Technik des „Spiegelns“ des Gegenübers antrainiert.

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