Die Benutzung von Social Network Seiten wie Facebook ist aus unserem heutigen Alltag  beinahe nicht mehr weg zu denken. Unter den meisten Leuten unter vierzig findet man jemanden mit einem Facebook Account. Viele nutzen diesen für private Zwecke, um mit alten Freunden in Kontakt zu bleiben, Fotos von Bekannten anzuschauen oder um über den Chat einen kleinen Plausch zu halten.

Doch die Benutzung des sozialen Netzwerks hat auch seine negativen Seiten. Mit der Sicherheit der Privatsphäre ist es nämlich nicht allzu gut bestellt. Immer wieder wird die Kritik an der Sicherheit der Benutzerdaten laut. Zwar wirbt Facebook damit, absolut sicher zu sein und keine Daten an Dritte weiterzugeben, doch wer sagt, dass nicht auch diese beliebte Seite, von einem Hackerangriff heimgesucht werden kann. Und was das Weitergeben an Dritte angeht, darüber hat man als User an seinem Computer zuhause auch nicht wirklich die Kontrolle. Selbst nach dem Löschen eines Accounts, können noch persönliche Details, beispielsweise bei Google, gefunden werden. Wo im nicht digitalen Leben ein Aktenvernichter Partikelschnitt zur Geltung kommt, kann im Netz wenig gemacht werden. Wenn man in einem Unternehmen Daten vernichten will, steckt man die entsprechenden Dokumente in einen Aktenvernichter Büro. Ein Gegenstück im Internet wurde bisher noch nicht erfunden.

Was viele User jedoch am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass Facebook immer wieder die Einstellung der Privatsphäre der Benutzer ändert, ohne diese davon in Kenntnis zu setzen. Das könnte jedoch bald ein Ende haben, denn die US Handelskommission möchte Facebook dazu verpflichten, Änderungen bei Nutzern anzukündigen, diese sogar um Erlaubnis zu bitten. Wenn man einem Artikel im Wall Street Journal glauben soll, dann hat Facebook sogar schon eingewilligt. Das Unternehmen reagiert damit auf die Beschwerde eines Bündnisses aus zehn Datenschutz-Initiativen, die sich vor zwei Jahren über die Änderungen der Facebook Einstellung beschwert hatten. Man warf Facebook die Täuschung der Nutzer vor. Dies möchte der Anbieter scheinbar nicht auf sich sitzen lassen, obwohl die Veränderung im System nicht ohne Komplikationen von statten gehen wird. Wenn jedoch durch die Handelskommission beschlossen wird, dass die Änderungen greifen, gibt es kein Zurück mehr. Dann drohen Facebook hohe Geldstrafen, sollte man sich nicht an die Vereinbarungen halten.

Author blogani