Viele Mütter haben die Erfahrung schon machen müssen, dass das Kind bei den Hausaufgaben sitzt, sich laufend am Kopf kratzt und über anhaltenden Juckreiz beschwert. Nach einer genaueren Betrachtung des Kopfes, der Haare und der Haut glaubt Mutter, ihren Augen nicht zu trauen: Läuse! Jetzt wissen Sie, warum der Kopf Ihres Kindes juckt, Panik kommt auf, die Gedanken rennen los: “Was mache ich, wenn mein Kind Kopfläuse hat?” Erst mal muss Filius oder Mädel ab in die Dusche! Danach kommt sofort der Hausputz dran: Desinfektionsmittel raus, wienern und schrubben, was das Zeug hält, bis in die hinterste Ecke! Wo kommen die Viecher her? Wartet nur, ich krieg Euch schon!

Außer den Läusen auf dem Kopf werden Sie mit dieser Methode nicht eine Einzige weitere Laus finden. Ein mit Läusen befallener Kopf hat nichts mit Unsauberkeit oder mangelnder Hygiene zu tun. Sie können so sauber sein, wie Sie wollen und dennoch Läuse bekommen. Selbst dann, wenn Sie sich jeden Morgen und jeden Abend die Haare waschen – was für die Haare auch nicht gerade gesund ist. Eine Kopflaus sitzt nicht irgendwo im Dreck und wartet darauf, dass jemand vorbeikommt, den sie bespringen kann. Es hat auch bisher niemand davon gehört, dass sich aus Schuppen oder Schmutz in den Haaren eine Laus entwickelt hätte. Läuse bekommt man durch Köpfe von anderen, die schon Läuse haben, alles andere ist Unsinn.

Kopfläuse sind Schmarotzer, werden ungefähr 30 Tage alt, legen in dieser Zeit etwa 250 Eier und leben von menschlichem Blut. Der Juckreiz, an dem man den Befall leider meist viel zu spät erkennt, entsteht durch den Einstich der Laus in die Kopfhaut. Der unangenehme flinke Krabbler wird etwa 3 Millimeter groß. Immerhin überträgt er keine Krankheiten, trotzdem möchte man ihn schnellstmöglich wieder loswerden.

Dieser Wunsch ist einfacher zu erfüllen, als mein in der ersten Panik glaubt. Internetportale wie www.kopflaeuse.net bieten hier umfangreiche und ausführliche Informationen und Hilfen an.

Author Jan Taube