Der Beginn der Schulzeit, somit die Einschulung für die knapp sieben jährigen ist ein kleines Highlight und ein ebenso einschneidender Punkt im Leben. Ein großer Tag für das Kind, an dem Papa und Mama das I-Männchen begleiten sollten. Ein Tag an dem beide Elternteile präsent sein sollten, um das Kind entsprechend zu unterstützen.

Es gibt natürlich manch einen Vater oder manch eine Mutter, die sich an einem solchen Tag nicht sehen lassen und die Enttäuschung dafür umso größer ist, wenn es die anderen, neuen Mitschüler mit Vater und Mutter sieht. Sicherlich bekommt das Kind dann direkt, am ersten Tag, die Frage gestellt: „Wo ist denn dein Papa?“, sei es von den Mitschülern oder von dem Klassenlehrer beziehungsweise der Lehrerin. Was soll ein Kind dann antworten? Vielleicht folgendes:“ Ich habe keinen Papa“ oder etwa „Mein Papa hat mich nicht lieb, deshalb ist er nicht da?“

Für ein Kind kann dann schon die Welt im wahrsten Sinne des Wortes untergehen und es kann dazu kommen, dass es ständig von den Mitschülern gehänselt und gemobbt wird. Als Vater sollte man am Tag der Einschulung ruhig seinen Mann stehen und den Nachwuchs bei diesem so großen Schritt begleiten und unterstützen. Denn man kann sich garantiert sicher sein, dass sich das Kind riesig freut und stolz sein wird, wenn es von beiden Eltern begleitet wird, wenn es von beiden Eltern beglückwünscht wird und zu guter letzt, wenn es von beiden Eltern geliebt wird.

Auch wenn sich die Eltern untereinander nicht mehr lieben, das Kind wird wirklich stolz sein. Also auch wenn eine Trennung im Raume steht, sollten sich die Eltern zumindest in solchen Situationen zusammenreißen und das Kind auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt begleiten. Das ist psychologisch gesehen ein sehr wichtiger Punkt. Bestenfalls kommen auch noch die Großeltern mit, dann ist die Familie komplett und der Sprössling fühlt sich gut aufgehoben – in der fremden Welt.

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