Nach einer Blutentnahme beim Arzt erhält man oftmals einen Teil der Werte genannt. Da ist es gut, wenn man diese Werte richtig zuordnen und bewerten kann. Die „normalen“ Werte, wie Blutzucker, Cholesterin und Hämoglobinwert sind vielen geläufig und auch schnell erklärt. Anders sieht es da schon bei differenzierteren Beurteilungen, zum Beispiel der Leukozyten und ihrer Menge aus. Die richtigen Werte sind kaum jemanden schnell und problemlos bekannt, was vielleicht auch nicht so schlimm ist. Muss man sich jedoch mit Leukozyten auseinandersetzen, ist es hilfreich, die eine oder andere Kennzahl oder Eckzahl zu kennen.

Leukozyten, also weiße Blutkörperchen, sind im Körper wichtig für das Immunsystem und die Abwehr von Krankheitserregern. Sie werden im Knochenmark produziert und später je nach zu erfüllender Aufgabe im Körper, in einzelnen Organen differenziert. Der Normalwert liegt bei einem Erwachsenen zwischen 4.000 und 10.000 Leukozyten je µl Blut, bei einem Neugeborenen sogar bei 9.000 bis 30.000 Leukozyten in einem µl Blut. Die große Spanne in diesen Werten liegt daran, dass je nach Tagesform oder auch durch einen kleinen Infekt die Werte schon einmal stark variieren können. Doch diese Werte können im Krankheitsfall auch überschritten werden. Deshalb dient ein Befund, bei dem die Leukozyten erhöht sind, oft als Marker für eine Entzündung im Körper oder eine andere Krankheit. Ein erhöhter Leukozytenwert kann aber auch auf ernsthaftere Krankheiten wie eine beginnende Leukämie hinweisen. Deshalb sollte so ein Befund auch immer durch differenziertere Untersuchungen bestätigt werden und die Ursache gesucht werden. Gleichzeitig sollte bei Unwohlsein, bei andauernder Abgeschlagenheit generell ein Arzt aufgesucht werden, der dann richtige Maßnahmen und Untersuchungen einleiten wird.

Author Jan Taube