Wer Fußball liebt, der kennt die Allianz Arena – zumindest in Deutschland, und zumindest auch vom Sehen oder Hörensagen, wenn schon nicht durch einen persönlichen Besuch vor Ort. Sie ist noch ziemlich neu und zählt zu den eindrucksvollsten und größten Fußballarenen in Deutschland.

Im Herbst 2001 entschied der Bürgerentscheid, dass das Stadion im Norden von München gebaut werden solle. Zwei Drittel der Bürger stimmten für einen Neubau des Stadions. Ein Umbau des Olympiastadions war im Gespräch, wurde aber im Vorfeld schon von dessen Architekten Günter Behnisch abgelehnt.

Den ausgeschriebenen Wettbewerb für Architekten München zum Bau der Allianz Arena gewannen die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Sie entwickelten das Konzept, das vorsah, dass das Station mit einer durchsichtigen Umhüllung aus ETFE- Folienkissen umgeben wird. Im Herbst 2002 begannen die Arbeiter mit dem Bau, bis schließlich Ende April alle Bauarbeiten beendet waren. Für die neue Arena wurden sogar U-Bahnhöfe in München erweitert. Einer musste versetzt werden, bevor auch er erweitert wurde.

Nach der Fertigstellung der Arena erhielt diese ihren Namen durch die Allianz SE, die sich die Namensrechte am Stadion für 30 sicherte – dafür zahlen sie jedes Jahr eine große Menge Sponsorengeldern. Die UEFA verbietet allerdings, dass bei internationalen Spielen der Stadion-Sponsor genannt wird. So wird die Arena bei jedem Länderspiel oder sonstigen internationalen Spielen lediglich Arena München genannt. Mit einer Gesamtkostensumme von 340 Millionen Euro entstand ein gigantisches Stadion, das sowohl für Spieler als auch für Fans ein Erlebnis ist.

Die Architekten ließen das Dach und die Fassade aus ETFE- Folienkissen herstellen, die eine Foliendicke von nur 0,2 mm haben. Jedes dieser Kissen kann getrennt in diversen Farben beleuchtet werden. 50 Euro kostet die Beleuchtung pro Stunde und kann in klaren Nächten noch von den österreichischen Berggipfeln aus gesehen werden.

69.000 Zuschauer können heute in dem gigantischen Stadion Fußballatmosphäre pur genießen.

Author Mirko33